Listenplatz 20
81 Jahre
Chemiker/Rentner
Förderung von Kindern und Jugendlichen, Umwelt
Am 22. Juni 1974 habe ich, Alois Wölpl geheiratet. Die Feier war bescheiden, aber ausgelassen. Fußballfans unter den Leserinnen und Lesern wissen sofort, dass es nicht so blieb. Beim Spiel BRD gegen DDR fiel das 0:1. Eine Tragödie schien sich anzubahnen. Einige Wochen später wurde die legendäre BRD-Elf mit Beckenbauer, Müller und Co Fußballweltmeister. Die Vorgänge von damals waren symbolisch auch für mein Leben- es wechselten sich Höhen und Tiefen munter ab. Ich hatte vor der Hochzeit als braver Sohn mein Studium mit Promotion beendet. Der Titel hat mir nie viel bedeutet- allerdings besonders schön war es für mich zu erleben, wie sich meine Eltern darüber gefreut haben. Mein Vater, mit dem ich politisch viele Konflikte hatte, als auch meine Mutter, waren einfach nur grenzenlos stolz. In den 70igern wurden unsere zwei Kinder geboren. Leider starben meine Eltern und meine erste Frau viel zu früh. In den 80ziger und 90ziger Jahren arbeitete ich in der Blutspendezentrale in Ulm. Blutspender geben freiwillig Ihr Blut, um anderen das Leben zu erhalten. Eine Einstellung, die ich immer hochgeschätzt und bewundert habe. 2005 heiratete ich ein zweites Mal.
Heute bin ich 81 und habe nie aufgehört, politisch aktiv zu sein. Vor ca. 30 Jahren war ich für eine Legislaturperiode im Kreistag des Alb-Donau-Kreises und war etliche Jahre als ehrenamtlicher Schöffe am Verwaltungsgericht in Sigmaringen tätig.
Im Folgenden will ich einige Fragen meiner Wähler beantworten: Warum bin
ich ein parteiloser Kandidat? Weil Klingbeil und Co für mich noch
Überzeugungsarbeit in der Koalition leisten müssen. Meine Beweggründe für
die Kandidatur? Ich habe 4 Enkel im Alter von 12 bis 16 Jahren und wir, die
vorausgegangenen Generationen müssen von der „intakten Umwelt“ noch
etwas übriglassen. Deshalb sind für mich wichtige Themen: Umwelt und
Energiesysteme, Rente für die Jüngeren, bezahlbare Lebensmittel,
erschwinglichen Wohnraum und eine gesellschaftliche Übereinkunft, dass
Lügen und faktenbefreite Behauptungen nicht die neue Wahrheit sein dürfen.
Politiker müssen den ökologischen Umbau der Gesellschaft mit uns Menschen
und nicht gegen uns bewerkstelligen. Viele Menschen sind schon sehr
überzeugt und engagiert im Umweltschutz tätig, aber wir alle haben seit
einigen Jahren gewichtige Gegner. „Klimaerwärmung ist Bullshit“ tönt es vor
der UN und in den Parlamenten. Der Populismus will 10 bis 20 Jahre zurück,
dabei häufen sich die Umweltprobleme. Ihre Stellung auf der SPD-Liste?
Vor mir sind junge, fähige, engagierte und ideenreiche SPD-Kandidatinnen und
Kandidaten, die es alle verdienen, gewählt zu werden. Nach mir ist das Ende
der Liste.
Wenn Sie mich, durch die beschriebene Agenda etwas kenngelernt haben und - liebe Wählerinnen und liebe Wähler - sie mich jetzt wählen wollen, dann kreuzen Sie einfach die gesamte SPD-Liste an. Wir brauchen in Deutschland diese Traditionspartei, damit Berufstätige, Junge und Alte, immer schon Dagewesene und neu Dazugekommene eine starke Stimme für Ihre Anliegen haben. Funktionierende Bürgerbeteiligungen gibt es nur, wenn die Politik sich auf Augenhöhe mit uns Bürgern trifft.
Ich blicke zuversichtlich in die Zukunft, die mit regulierter künstlicher Intelligenz Verwaltungen und Betriebsabläufe weniger bürokratisch und effizienter machen könnten. Wenn es Berufstätige entlastet und nicht überflüssig macht, dann wird uns auch der Einsatz von Robotern helfen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns in diese Zukunft kritisch begleiten.